Die Bunter Acker Zauberküche

Die Zauberküche ist der Ort an dem uns der Bunte Acker jede Woche mit leckerem Gemüse verwöhnt. Hier holen die Mitglieder ihre Gemüseration ab und hier könnt ihr sehen wie der aktuelle Ernteanteil aussieht.

 

In der Zauberküche finden auch immer mal wieder Projekte wie „Gurken einlegen“, „Sauerkraut machen“ usw. statt. Außerdem liegen hier immer wieder Infos rund um die (biologische) Landwirtschaft und Themen drum herum aus.

 

Hier, auf der Homepage Zauberküche, findet ihr z.B. Infos zum Gemüse oder auch Infos zu Themen die nicht nur für Mitglieder bestimmt sind.

 

Ein großes Thema in den letzten Jahren war das (fehlende) Wasser auf dem Acker, aber jetzt haben wir einen Brunnen!


Neues vom Bunten Acker/ Erste Ausgabe!
Wallernhausen, 10.05.2021

 

Liebe Mitglieder,

 

es ist jetzt soweit, die erste Ausgabe in der neuen Gemüsesaison steht bevor. Am Freitag, den 14.05., ab zwölf Uhr, kann in altbekannter Weise dann das erste Gemüse abgeholt werden bis Samstag Abend. Den neuen Mitgliedern, die sich noch etwas unsicher über den Ablauf sind, können wir empfehlen, während der Öffnungszeiten der "Speisekammer" am Hof (Fr. 15.00-19.00, Sa. 10.00-14.00) zu kommen, dann ist im Idealfall jemand da, der bei Fragen ein wenig unterstützen kann.

Die Kälte im April hat in diesem Jahr doch ein wenig langsameres Wachstum bedingt, allerdings ist die Abweichung am Ende mit etwa einer Woche gar nicht so groß. Trotzdem ist doch alles ein wenig zurück im Vergleich zu den letzten Jahren, der Boden ist einfach noch etwas kälter und somit weniger aktiv, das macht sich beim sensiblen Gemüse schnell bemerkbar. Gerade in der Anzucht hat es sich besonders deutlich gezeigt, die wärmeliebenden Tomaten, Paprika und Co. sind doch noch deutlich kleiner als sonst und werden wohl auch etwas später pflanzbereit sein als gedacht.

Auch die Niederschläge waren wieder sehr knapp bemessen bisher, wenn auch dank der niedrigeren Temperaturen der Boden gefühlt bis jetzt etwas weniger ausgetrocknet ist als die letzten Jahre.

Etwas schwierig hat sich für uns der Saisonstart in diesem Jahr gestaltet, der Geräteträger vom Hof hatte einen Schaden und war dann genau zu dem Zeitpunkt, als wir loslegen wollten für ein paar Wochen nicht zur Verfügung, sodass wir bis ca. Mitte April keine Beetbearbeitung machen konnten. Glücklicherweise hatten wir im Herbst recht viele Beete gespurt, auf die wir für die ersten Pflanzungen zurück greifen konnten. Allerdings kamen wir irgendwann an den Punkt, wo kein Platz für weitere Pflanzungen und Aussaaten vorhanden war und somit manches, was wir geplant hatten so nicht möglich war. Bei Salat und Kohlrabi z.B. haben wir so den Anschluss bei den Pflanzungen verpasst, vermutlich wird es dann erst eine Lücke geben, danach dann womöglich eine Schwemme, da zwei Sätze im Pflanzzeitpunkt zusammengefallen sind. Aber da das Wetter auch einen großen Einfluss hat, ist es gerade noch nicht genau vorherzusehen. Ein paar Aussaaten sind auch ausgefallen, zum Beispiel der zweite Satz Spinat oder die frühen Möhren, das Setzen der Frühkartoffeln (wobei wir da bei diesen Temperaturen wahrscheinlich nicht viel gewonnen hätten). Am Ende muss es sich zeigen, wie gravierend es sich auswirkt und für die nächsten zwei bis drei Wochen sieht es erstmal ganz gut aus. Insgesamt haben wir das Meiste inzwischen aufgeholt und wollen erstmal guter Dinge sein für den Start in die Hochsaison.

 

Bei unserem Brunnen warten wir noch immer auf die Pumpe, aber sie haben sich für diese Woche angemeldet, somit besteht Hoffnung, dass es bald zu einem Abschluss kommt.

Die im Rahmen der Bieterrunde abgegebenen Brunnenbeiträge belaufen sich übrigens auf 3500 Euro, eine sehr beachtliche Summe, wie wir finden und ein schönes Zeichen, dass die Mitglieder wollen, dass es weitergeht in der Solawi.

 

Die eigentlich um diese Jahreszeit anstehende Jahreshauptversammlung haben wir erstmal verschoben in der Hoffnung, dass vielleicht im Laufe des Sommers eine Versammlung auf dem Acker möglich sein wird.

 

Viele Grüße von den Gärtnern!

Winterliche Grüße!
Wallernhausen, 07.01.2021

 

Hallo liebe Mitglieder,
wir möchten euch allen ein frohes neues Jahr wünschen und uns natürlich noch bei allen Beteiligten bedanken für die vielen tollen Karten mit lieben Wünschen und viel Lob und Dank. Es ist für uns jedes Jahr ein wirklich toller Moment und es fühlt sich gut an, zu wissen, für wen wir diese Arbeit machen und dass sie geschätzt wird. Und natürlich bedanken wir uns auch für die vielen Geschenke, die wir auch in diesem Jahr erhalten haben. Und bei Uli und Cori sowieso.
Auf dem Acker ist nun auch immer mehr der Winter eingekehrt, es wir immer leerer, einige Ecken warten noch auf die winterlichen Aufräumarbeiten. Für die nächsten Tage ist stärkerer Frost angekündigt, das bedeutet immer ein wenig bangen um die letzten Winterkulturen auf dem Feld, dass der Frost sie nicht doch noch im letzten Moment schädigt, nachdem sie es bis jetzt gepackt haben.
Aber das ist eben das Risiko dafür, dass wir versuchen möglichst lange eine möglichst hohe Vielfalt im Angebot zu haben und davon möglichtst viel frisch vom Feld.
Unser Plan für die Ausgabe sieht vor, dass wir jetzt noch regulär wöchentlich ausgeben, aber im Laufe des Januar wieder wie vergangenes Jahr in den zweiwöchigen Turnus verfallen, die Rückmeldungen dazu waren eigentlich durchweg positiv gewesen. Wir geben es dann aber noch mal gesondert bekannt, wenn es soweit ist.
Viele liebe Grüße, Heike und Frank

Neues vom Bunten Acker!
Wallernhausen, 15.12.2020

 

Liebe Mitglieder,

 

die letzten Rundmail liegt lange zurück. Nun ist es schon sehr winterlich geworden auf dem Acker, vieles ist bereits geerntet oder darf auf dem Acker bleiben.

 

Leider hat sich das Brunnenthema bisher ohne erfreuliche Fortschritte durch die ganze Saison gezogen, was für uns als Gärtner teilweise schon sehr belastend war, planten wir doch dieses Jahr mit einer gesicherten Wasserversorgung für die Pflanzen.

 

Auch die Suche nach einem/er Praktikant/in gestaltete sich sehr schwierig, was für uns eine sehr hohe Arbeitsbelastung im Mai, Juni zur Folge hatte. Es fanden sich dann aber doch noch eine einige fleißige Hände bei uns ein; Katharine, die bei uns ein einwöchiges Praktikum gemacht hat, Jana, unsere ehrenamtliche Fachkraft, die mit uns sehr viele Stunden auf dem Acker verbracht hat, Charlotte, die uns für zwei Monate unterstützt hat und Antonina, die stundenweise mit angepackt hat, wo es gerade brannte. 

Bedanken möchten wir uns auch noch bei Doris für das tolle, selbstgebaute Ackersofa!

 

Insgesamt sind wir erntemäßig aber, so wie es momentan aussieht, mal wieder halbwegs glimpflich davon gekommen. Viel Freude hatten wir dieses Jahr an den Kartoffeln, wo von der Pflanzung bis zur Ernte alles wirklich gut lief. Hier konnten wir unter anderem mit einer tollen Ernteaktion eine gute Menge einlagern.

Auch die Zwiebeln sind recht schön, wenn auch trotzdem mengenmäßig etwas knapp, da es im Frühjahr Engpässe bei den Steckzwiebeln in Holland gab und wir dann nicht ganz die Menge bekommen konnten, die wir eigentlich pflanzen wollten.

Vergleichsweise schlecht waren in diesem Jahr die Kürbisse, da die Trockenheit im Juli die Pflanzen dazu bewogen hat, einen Teil der angesetzten Früchte wieder abzustoßen. Noch dazu waren sie in diesem Jahr auf einem nicht so gut versorgten Stück des Ackers.

Die Möhren haben wir inzwischen auch eingelagert, auch hier sind die Mengen etwas geringer dieses Jahr, da sie in der feucht-warmen ersten Junihälfte sehr verunkrautet sind und wir das schlimmste Stück leider aufgeben mussten. Wir haben deshalb die wöchentliche Ausgabemenge verringert und werden wohl so noch ein Stück weit kommen, bei zu langer Kellerlagerung lässt die Qualität bei den Möhren dann ja eh doch auch deutlich nach.

In diesem Jahr haben wir nach zwei schlechten Jahren endlich mal wieder etwas mehr Rote Bete geerntet, wenn auch Steigerungen noch möglich wären.

Besser als in den letzten beiden Jahren hat sich in diesem Jahr auch der Kohl entwickelt, was allerdings erstmal nicht allzu viel heißt. So hatten wir in diesem Jahr wieder einen erfolgreichen Herbstsatz beim Brokkoli, nachdem er 2019 komplett ausgefallen war.  Auch der Blumenkohl war dieses Jahr vergleichsweise gut. Seit längerem haben wir in dieser Saison wieder Steckrüben in größerer Menge und größtenteils ansprechender Qualität, es scheint ja überraschenderweise doch einige Liebhaber davon zu geben (wir gehören ebenfalls dazu).

Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir dieses Jahr auch wieder einen recht ansprechenden Feldsalat auf den Acker stehen und werden pünktlich zur Weihnachtszeit mit der Ernte beginnen. Außerdem hoffen wir, sofern es nicht zu knackig friert, auch im neuen Jahr noch die ein oder andere Ausgabe davon bestreiten zu können.

 

Diesen Herbst haben wir es erfreulicherweise geschafft, einen Großteil der abgeernteten Fläche mit Zwischenfrüchten einzusäen. So ist der Boden über den Winter bedeckt, Nährstoffe können gespeichert werden und stehen dann der nächsten Kultur zur Verfügung und das Bodenleben muss nicht (ver-)hungern.

 

Die letzte Ausgabe in diesem Jahr findet am 18./19. Dezember statt, danach ist Pause bis zum 08./09. Januar. Den geplanten Anteil für die Ausgabe vor Weihnachten haben wir bereits auf die Website gestellt, die scheinbar wichtigste Frage können wir aber hier schon beantworten, es gibt auf jeden Fall Rotkohl.

 

In den etwas ruhigeren letzten Wochen mit den langen dunklen Nächten haben wir es jetzt auch geschafft, den neuen Mitgliederverteiler endlich fertig zu stellen und möchten ihn mit dieser Mail das erste mal testen. Wir werden sie über den alten und den neuen Verteiler verschicken, im Idealfall bekommt ihr sie also zweimal. Der neue Verteiler ist aus den Emailadressen zusammengestellt, die ihr im Frühjahr bei der Bieterrunde angegeben habt, bei dem ein oder anderen weicht sie von der ursprünglichen Adresse ab, auch von einigen Anteilsteilern waren keine Mailadressen angegeben und wir konnten keine alte Adresse zuordnen. Wenn ihr also die Mail nicht zweimal bekommt, meldet euch, dann können wir hoffentlich korrigieren.

 

Auch das Ergebnis der Brunnenabstimmung möchten wir nicht weiter geheim halten, die (verhältnismäßig knappe) Mehrheit der Mitglieder hat mit "Ja" gestimmt, Details folgen bald.

 

Für alle, die die kommende Saison nicht mehr dabei sein möchten, wollen wir noch an die Kündigungsfrist zum 31.12. erinnern. Gerne dürft ihr uns auch eure Gründe nennen, damit wir in Zukunft das Produkt Solawi Bunter Acker noch besser machen können :-)

 

Damit möchten wir schon mal eine besinnliche Weihnachtszeit wünschen, wir hoffen, dass es euch allen gut geht und ihr mit Zuversicht ins neue Jahr blicken könnt, denn es gibt weiterhin so viel Schönes auf der Welt.

 

Viele liebe Grüße, Heike& Frank


Abholliste!
Wallernhausen, 16.09.2020

Liebe Mitglieder,

 

bei der letzten JHV haben wir entschieden, doch wieder eine Abholliste auszulegen, um vielleicht einen besseren Überblick über die Abholsituation zu bekommen. Wer nicht mit Namen auf dieser Liste stehen möchte, der gebe uns bitte eine kurze Rückmeldung, anstelle des Namens brauchen wir dann ein Pseudonym. Wenn wir bis Freitag keine Rückmeldung bekommen, werden wir die Namensliste so auslegen. Bitte unterschreibt bei der Abholung und informiert ggf. auch eure Vertretung. Des Weiteren werden wir eine Liste auslegen, wo ihr eintragen könnt, wann und was eventuell an Gemüse gefehlt hat.

 

Viele Grüße, Heike & Frank


Termine und Infos
Wallernhausen, 03.09.2020
Liebe Mitglieder,
 
am kommenden Sonntag findet im Rahmen der Biowoche unser Ackerfest statt.
Wir möchten noch darauf hinweisen, dass bei der diesjährigen Einladung leider der Text vom letzten Jahr genommen wurde und wir aber Corona bedingt dieses Jahr nur eine Ackerführung anbieten können. Es ist also kein Fest im eigentlichen Sinne und auch eine Verköstigung können wir leider nicht anbieten. Geplant ist jeweils eine Führung um 11.30 Uhr und 14.30 Uhr. Wer kommen möchte, melde sich bitte per Email bei uns an.
 
Am kommenden Samstag von 10 Uhr bis ca 12.30 Uhr wollen wir mit der ersten größeren Kartoffelernteaktion starten, wir freuen uns über fleißige Aufsammler. Es folgen noch weitere Termine. Da der letzte Doodle nicht mehr genutzt wurde, werden wir ihn vorerst nicht mehr verlängern. Wer auf den Acker kommen möchte, ist herzlich willkommen und kann eine Zeit mit uns vereinbaren.
 
Dann haben wir noch Ableger von unseren Erdbeerpflanzen abzugeben. Es sind verschiedene Sorten. Wer Interesse hat, kann sich gerne noch diese Woche welche auf dem Acker holen, bitte meldet euch vorab bei uns.
 
Das Protokoll der Jahreshauptversammlung vom letzten Samstag findet ihr über das Forum (Datenschutzgründe!).
 
Viele Grüße von Heike&Frank

Arbeitseinsatz und Ackersegnung
Wallernhausen, 17.06.2020
Liebe Mitglieder,
 
nach dem erfreulichen Regen wachsen nun nicht nur unsere Kulturpflanzen, sondern auch das Beikraut und wir können viele fleißige Hände gebrauchen. Daher haben wir uns überlegt, vor der geplanten Ackersegnung am kommenden Sonntag um 16.30 Uhr noch zu einem kleinen Arbeitseinsatz ab 15.00 Uhr einzuladen. Wer nun eigentlich nur zur Ackersegnung kommen wollte, muss sich jetzt natürlich nicht verpflichtet fühlen, schon vorher zum Arbeiten da zu sein. Andersherum geht es natürlich auch. Für die Ackersegnung wäre es schön, wenn ihr euch anmeldet (einfach per email), damit wir ungefähr abschätzen können, wie viele Personen kommen.
Wir haben auch den doodle Mithilfekalender bis Anfang Juli verlängert, es kann sich gerne unter folgendem Link eingetragen werden https://doodle.com/poll/s5ayxbuq4vctsn8s
Den Link findet ihr auch weiterhin auf unserer Homepage.
 
 
Viele Grüße von Heike&Frank

Zichorien! Zi...!? Was?

Frank und Heike erklären euch das :-)

 

Liebe Solawi,

 

im Spätherbst und Frühwinter haben die Salate aus der Gruppe der Endivien und Zichorien wieder Saison. Nach dem Ende der "normalen" Salatsaison im Freiland bieten sie eine gute Möglichkeit, noch für eine Weile frisches Grün auf dem Acker zu ernten, mit manchen Sorten gelingt auch die Lagerung für einige Wochen. Während die nah verwandte Endivie relativ alltagstauglich ist und schon eine lange Anbautradition bei uns hat, sind Radicchio, Zuckerhut & Co. bei uns im Gemüseregal eher eine Randerscheinung. Einzig der Chicoree hat es bisher zu einer etwas weiteren Verbreitung gebracht.

 

In Italien, dem Ursprung der allermeisten Zichorien-Sorten, genießen sie hingegen höchstes Ansehen. Der meiste Kult wird im norditalienischen Venetien betrieben, wo viele Sorten herstammen und teilweise sogar Feste zu Ehren der regionalen Sorte gefeiert werden. Während bei uns die Nutzung als Salat überwiegt, sind sie in Italien gleichzeitig auch ein beliebtes Koch- und Schmorgemüse.

 

Begeisternd ist die enorme Vielfalt der Sorten- und Nutzungstypen, die größtenteils bei uns kaum bekannt ist und problemlos mit etwa den Kohlgewächsen mithalten kann. So gibt es verschiedene Blattformen, einige kopfbildende Formen, Typen, bei denen auch der Spross genutzt wird sowie die Nutzung der Wurzeln zum Treiben von Chicoree, zur Herstellung von Kaffee-Ersatz oder auch direkt zum Konsum. Und die auch bei uns heimische Wildform, die Wegwarte, ziert mit ihren blauen Blüten Wege und Straßenränder.

 

Warum sich die Begeisterung hierzulande in Grenzen hält liegt wohl vor allem an der bei allen Zichorien mehr oder weniger stark ausgeprägten Bitterkeit, hervorgerufen durch den Inhaltstoff Inulin. Dieser hat einen hohen Gesundheitswert und wird zum Teil auch extrahiert diätischen Lebensmitteln zugefügt.

 

Diese Woche sind gleich zwei Zichorien-Exoten in der Ausgabe.

 

Einmal die sog. Variegato di Castelfranco, eine sehr milde Zichoriensorte mit schön rotvioletter Sprenkelung auf den Blättern. Von diesem Typ gibt es Sorten, die vor allem auf hohen Zierwert gezüchtet wurden. So gibt es eine Anekdote von einer adeligen Dame aus Castelfranco, die sich in Mailand mit einem Köpfchen Castelfranco-Zichorie am Abendkleid gezeigt hat und viel Bewunderung für diese exotische Blume geerntet hat. Soweit geht unsere Sorte natürlich nicht, aber eine gewisse Ästhetik kann man manchen Exemplaren sicher nicht abstreiten. Sie eignet sich sehr gut als Salat, kann aber auch gekocht verwendet werden.

 

Zweitens eine in Italien Puntarelle genannte Sprossen-Zichorie, auch Srossen-Catalogna, Spargelzichorie oder Vulkanspargel genannt, einen richtig griffigen deutschen Namen gibt es bisher auch dafür nicht. Die Besonderheit ist hier der zwischen den Blättern sitzende verdickte Sprossansatz. Wir verwenden sie ausschließlich als Kochgemüse, wenn auch eine Nutzung als Salat möglich ist. Dazu wird der Spross und die Blätter (bis auf die Äussersten, recht zähen) in Olivenöl gedünstet und mit Pasta serviert. Im Prinzip reicht als Zugabe Knoblauch, Pfeffer und Salz, es können aber auch noch weitere Zutaten integriert werden. Verschiedene Rezepte finden sich im Netz. Entscheidend ist reichlich guter Parmesankäse, der wunderbar mit dem Geschmack der Puntarelle harmoniert.

 

Wir wünschen viel Spass beim Experimentieren und hoffen, bei dem ein oder anderen eine gewisse Begeisterung für die Zichorien wecken zu können. In den nächsten Wochen wird dann noch der Radicchio und vielleicht auch noch ein wenig Zuckerhut folgen.

 

Grüße von den Gärtnern!